Schweiz, Mai 2026 — Eine Bewegung
«Seit wann gilt Art. 7 der Bundesverfassung nicht mehr für uns?»
Art. 7 BV — Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
«Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.»
Art. 7 BV — Keine Empfehlung. Kein Wunsch. Geltendes Recht.
Nicht mit bösen Worten. Nicht mit Beleidigungen. Mit etwas Subtilerem: mit Schweigen, mit Formularen, mit Verfahren, die de facto einer Verweigerung gleichkommen. Mit Verfassungsartikeln, die seit Jahrzehnten in Kraft sind — und seit Jahrzehnten nicht eingehalten werden.
Sie ist 54 Jahre alt und hat 340 Bewerbungen geschrieben. 340 Mal keine Antwort erhalten — oder eine automatische Absage nach drei Wochen. Das RAV sagt, sie solle «flexibler» werden. Die Wirtschaft sagt, sie sei «zu teuer». Nach zwei Jahren schreibt der Staat sie aus der Statistik heraus. Sie existiert nicht mehr. Ihre Würde auch nicht.
Er liess sich im Frühjahr 2021 impfen. Weil der Bundesrat es empfahl. Weil der Arbeitgeber es forderte. Weil die Gesellschaft ihn ausgegrenzt hätte. Heute kann er nicht mehr arbeiten. Swissmedic schweigt. Das BAG schaut weg. Die Krankenkasse verweigert die Leistung. Er existiert offiziell nicht — weil ein Staat, der Fehler eingesteht, haftbar wird.
42 Jahre lang gearbeitet, AHV-Beiträge bezahlt, nie einen Rappen Sozialhilfe bezogen. Art. 112 BV garantiert ihr ausdrücklich, dass die Rente den Existenzbedarf deckt. Sie erhält 1'900 Franken im Monat. In Zürich. Die Krankenkassenprämie kostet 650 Franken. Die Miete 1'400. Der Bundesrat nennt das ein «strukturelles Problem». Wir nennen es einen Verfassungsbruch.
Sie musste ihr Restaurant im März 2020 auf Befehl desselben Staates schliessen — desselben Staates, der ihr dann sagte, sie erfülle die Kriterien für Nothilfe leider nicht. Sie fiel durch alle Raster. Zwischen den Formularen, zwischen den Zuständigkeiten, zwischen den Versprechen. Heute trägt sie Schulden ab, die sie nie wollte, für einen Entscheid, den sie nie getroffen hat. Ihr Betrieb ist weg. Ihr Erspartes ist weg. Die Verantwortlichen sitzen noch immer in denselben Büros.
Dann ist da der Eventveranstalter, der Fitnessstudio-Besitzer, der Reisebüro-Inhaber, der Kulturschaffende. Sie haben einen Covid-Kredit beantragt — weil der Bundesrat es so empfahl. Heute bezahlen sie diesen Kredit zurück. Mit Zinsen. Für einen Schaden, den der Staat angeordnet hat. Das nennt man anderswo Enteignung. In der Schweiz nennt man es Wirtschaftshilfe.
Und schliesslich der Unternehmer, der nach aussen noch «funktioniert». Sein Startup hat die Pandemie überlebt — aber das Wachstum nicht. Die Investitionsrunde wurde abgebrochen. Drei Mitarbeiter mussten gehen. Der Markt, den er hätte erobern können, gehört heute einem deutschen Konkurrenten. Er bezahlt noch immer den Covid-Kredit ab. Er redet nicht darüber. Er funktioniert. Und blutet still.
Zu reich für Ergänzungsleistungen, zu arm für Würde. Er finanziert einen Sozialstaat, der ihn nicht schützt, eine Krankenversicherung, die ihn ausblutet, und eine Politik, die seine Interessen mit keiner Parlamentsdebatte für wert hält. Er funktioniert. Er zahlt. Er schweigt. Und jeden Monat bleibt weniger.
Er gibt 45% seines Einkommens für Miete aus. Weitere 15% für Krankenkassenprämien. Art. 41 BV garantiert jedem Menschen Zugang zu einer angemessenen Wohnung zu tragbaren Bedingungen. Die Realität in Zürich, Genf, Basel sieht anders aus. Auch das ist kein Marktversagen. Es ist ein Verfassungsversagen.
Er hat einen Schweizer Pass. Er hat Jahrzehnte lang AHV-Beiträge bezahlt. Er stimmt ab, wählt, fühlt sich als Schweizer. Dann zieht er ins Ausland — und die Schweizer Bank kündigt ihm das Konto. Oder verlangt Gebühren, die bis zu 30-mal höher sind als für Inlandkunden. Postfinance kündigt. Die ZKB kündigt. Die Säule 3a wird aufgelöst. Er kann seiner Mutter kein Geld überweisen. Er kann seine Rechnungen in der Schweiz nicht bezahlen. Er existiert als Schweizer Staatsbürger — aber die Schweizer Finanzinstitute behandeln ihn wie einen Fremden. 800'000 Auslandschweizer. Eine fünfte Schweiz. Vom eigenen Land exkommuniziert.
Der Staat hat nicht geschrien. Er hat geflüstert. Und dann die Tür zugemacht. Schwarz auf weiss, in der Verfassung selbst.
Gebrochen: täglich, für Hunderttausende.
Gebrochen: in jeder Schweizer Grossstadt, seit Jahren.
Gebrochen: seit Jahrzehnten, ohne Korrektur.
Gebrochen: für alle, die auf staatlichen Druck eine Behandlung akzeptierten und die Folgen allein tragen.
Gebrochen: durch Verfahren so komplex, dass sie einer Verweigerung gleichkommen.
Impfschäden existieren. Altersarmut existiert. Altersdiskriminierung im Arbeitsmarkt existiert. Wer diese Realitäten leugnet, belügt die Bevölkerung. Wir verlangen, dass der Staat aufhört zu lügen.
Die Pandemiepolitik 2020–2022 gehört vor eine unabhängige parlamentarische Untersuchungskommission — mit Zeugnispflicht, ohne Immunität, mit vollständig öffentlichen Protokollen.
Art. 112 BV muss endlich umgesetzt werden. Eine Rente, die den Existenzbedarf nicht deckt, ist kein «strukturelles Problem». Sie ist verfassungswidrig. Der Bundesrat soll das öffentlich anerkennen und einen verbindlichen Zeitplan vorlegen.
Wer nach dem 50. Lebensjahr die Stelle verliert, darf nicht einfach verwaltet, ausgesteuert und vergessen werden. Wir fordern ein nationales Programm gegen Altersdiskriminierung im Arbeitsmarkt — mit messbaren Zielen und Konsequenzen.
Art. 41 BV garantiert jedem Menschen eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen. Wir fordern eine nationale Mietpreisbremse und eine Deckelung der Krankenkassenprämien auf maximal 10% des Haushaltseinkommens.
Wer im Namen des Staates Versprechen macht — Bundesräte, Direktoren, Behördenchefs — muss für die Konsequenzen persönlich einstehen. Immunität ist kein Freifahrtschein für Fahrlässigkeit im Amt.
800'000 Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland. Sie zahlen AHV, sie stimmen ab, sie sind Staatsbürger — und werden von Schweizer Banken wie Fremde behandelt. Gekündigte Konten. Gebühren bis zu 30-mal höher als für Inlandkunden. Gesperrte Säule 3a. Wir fordern ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Basiskonto in der Schweiz für jeden Schweizer Staatsbürger — unabhängig vom Wohnsitz. Ein Pass ist ein Pass. Kein Ablaufdatum. Keine Zusatzgebühr.
Wir sammeln Geschichten. Weil jeder Abgeschriebene ein Gesicht hat, einen Namen, eine Geschichte, die das System lieber in der Statistik vergräbt.
Wir stellen Fragen. Öffentlich. Laut. Wiederholt. So lange, bis eine Antwort kommt.
Wir lachen. Weil Satire das schärfste Werkzeug einer Demokratie ist — und weil ein Staat, der sich nicht mehr erklären kann, vor Ironie kapituliert.
Wir nutzen die direkte Demokratie. Volksinitiative, Referendum, Petition — das sind unsere Instrumente. Das Schweizer Volk hat diese Werkzeuge seit 1891. Wir werden sie verwenden.
Und wir erinnern uns. An die Zahlen. An die Daten. An die Namen. An die Sitzungen, in denen entschieden wurde, wer zählt — und wer nicht.
Wir sind die Rentnerin mit 1'900 Franken im Monat.
Wir sind der Impfgeschädigte, den Swissmedic nicht kennt.
Wir sind die Ü50-Bewerberin mit 340 Absagen.
Wir sind die Selbstständige, die durch alle Raster fiel.
Wir sind der Mittelstand, der zahlt und schweigt.
Wir sind alle, die keine Wohnung mehr finden können.
Wir sind die 800'000 Auslandschweizer — exkommuniziert vom eigenen Land.
Wir sind viele.
Wir kennen die Artikel.
Wir verlangen unsere Würde zurück.
Die Würde — Schweiz, Mai 2026 — Art. 7 BV gilt für alle. Auch für uns.
Jetzt Mitglied werden — kostenlos
Werde Teil der Bewegung. Keine Gebühren. Kein Kleingedrucktes.